Soforthilfe Arbeitsrecht – erste Schritte bei Kündigung, Abmahnung, Aufhebungsvertrag
Wenn im Arbeitsrecht Post kommt, ist meist nicht „viel Theorie“ das Problem, sondern Zeit, Fristen und die richtigen ersten Schritte. Diese Soforthilfe gibt Ihnen eine schnelle Orientierung: Was jetzt sinnvoll ist, welche typischen Fehler Sie vermeiden sollten und was wir für eine erste Einschätzung brauchen. Für die ausführliche Einordnung (Rechte, Ablauf, Vertretung) finden Sie Details auf unserer Arbeitsrecht-Seite.
Schnellkontakt:
Telefon: (0 41 71) 88 85-0 · E-Mail: info@kanzlei-suedertor.de · Kontaktformular: hier klicken
Wenn Fristen laufen oder kurzfristige Termine anstehen: bitte telefonisch melden.
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1) Kündigung erhalten – was jetzt zählt
Sofortmaßnahmen
- Zugangstag notieren (wann die Kündigung bei Ihnen eingegangen ist) und den Brief/Scan sichern.
- Keine Schnell-Unterschrift unter „Abwicklungsangebot“, „Abfindungspapier“ oder Ähnliches, bevor klar ist, was es auslöst.
- Unterlagen bündeln: Kündigung, Arbeitsvertrag, letzte 3 Gehaltsabrechnungen, ggf. Abmahnungen.
Typischer Fehler: „Ich kläre das nächste Woche.“ – dann ist der Handlungsspielraum oft deutlich kleiner.
2) Abmahnung erhalten – die nächsten sinnvollen Schritte
Sofortmaßnahmen
- Abmahnung vollständig sichern (Foto/Scan) und kurz den Kontext notieren: was, wann, wer war dabei.
- Beweise sichern, ohne etwas „nachzubessern“: E-Mails, Chats, Dienstpläne, Zeugen, Dokumente.
- Nicht hektisch eine lange Gegendarstellung schicken, bevor klar ist, welches Ziel erreicht werden soll.
Typischer Fehler: emotionale oder umfangreiche Stellungnahmen „aus dem Bauch“ – das kann später nachteilig sein.
3) Aufhebungsvertrag angeboten – bevor Sie reagieren
Sofortmaßnahmen
- Bedenkzeit verlangen und Unterlagen mitnehmen.
- Kurz prüfen, ob folgende Punkte geregelt sind: Beendigungsdatum, Abfindung, Freistellung, Resturlaub, Zeugnis, Rückgabe von Arbeitsmitteln.
- Notieren, was Ihnen wichtig ist (z. B. Datum, Zeugnis, Freistellung, Abfindung, klare Formulierungen).
Typischer Fehler: „Das ist Standard.“ – häufig sind Details die eigentliche Stellschraube.
4) Lohn/Gehaltszahlung fehlt – schnell sauber handeln
Sofortmaßnahmen
- Vertrag/Abrechnungen kurz prüfen: welcher Betrag ist offen, seit wann?
- Schriftlich (E-Mail reicht oft) erinnern und eine kurze Frist setzen – nicht nur telefonieren.
- Unterlagen sichern: Arbeitszeit-/Leistungsnachweise, Abrechnungen, Kommunikation.
Typischer Fehler: zu lange warten und dadurch unnötig Streit über Nachweise/Fristen zu bekommen.
5) Arbeitszeugnis – kurz prüfen statt „wird schon passen“
Sofortmaßnahmen
- Zeugnis anfordern, wenn es nicht kommt, und eine Frist setzen.
- Prüfen: Tätigkeiten vollständig? Bewertung stimmig? Schlussformel vorhanden?
- Änderungswünsche sachlich sammeln und ggf. vorab rechtlich einordnen lassen.
Typischer Fehler: unklare Formulierungen übersehen – das fällt oft erst beim nächsten Jobwechsel auf.
Was wir für eine schnelle Ersteinschätzung benötigen
Soweit vorhanden, reicht für den Start meist:
- Kündigung / Abmahnung / Aufhebungsvertrag (Foto/Scan)
- Arbeitsvertrag (und falls vorhanden: Tarifvertrag/Betriebsvereinbarung)
- letzte 3 Gehaltsabrechnungen
- 2–4 Sätze: Was ist passiert, was ist Ihr Ziel?
- wichtige Daten: Zugangstag, gesetzte Fristen, geplante Gesprächstermine
So geht es weiter (typischer Ablauf)
- Kurz klären, ob es eilt (Fristen/Termine).
- Unterlagen sichten und die nächsten Schritte festlegen.
- Strategie umsetzen (z. B. Verhandlung, Schreiben, gerichtliches Vorgehen – je nach Fall).
Kontakt
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