Soforthilfe Bußgeld – erste Schritte bei Anhörung, Bußgeldbescheid, Punkten und Fahrverbot

Wenn ein Bußgeldverfahren läuft, sind meist nicht lange Erklärungen entscheidend, sondern Fristen, Unterlagen und die richtige Reihenfolge. Diese Soforthilfe zeigt Ihnen kurz, was jetzt sinnvoll ist, welche typischen Fehler Sie vermeiden sollten und was wir für eine erste Einschätzung brauchen. Für die ausführliche Vertretung im Verkehrsrecht finden Sie Details auf unserer Verkehrsrecht-Seite.

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Wenn Fristen laufen oder ein Fahrverbot/Punkte drohen: bitte telefonisch melden.

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1) Anhörung bekommen – was jetzt zählt

Sofortmaßnahmen

  • Schreiben komplett sichern und Zustellungsdatum notieren.
  • Vorwurf prüfen: Ort, Zeit, Verstoß (z. B. Geschwindigkeit/Rotlicht/Abstand/Handy).
  • Keine hektische „Erklärung“ abgeben, bevor klar ist, was sinnvoll ist.

Typischer Fehler: aus dem Bauch heraus antworten („Ich war’s nicht / ich hab’s eilig gehabt“) – das hilft selten und kann schaden.

2) Bußgeldbescheid bekommen – Frist sichern, dann entscheiden

Sofortmaßnahmen

  • Bescheid vollständig sichern und Zustellungsdatum notieren (Fristen sind kurz).
  • Prüfen, was droht: Geldbuße, Punkte, Fahrverbot (und ob es beruflich kritisch ist).
  • Unterlagen bündeln: Bescheid, ggf. vorherige Anhörung, Foto, Angaben zur Messstelle.

Typischer Fehler: erst nach Ablauf der Frist reagieren oder „einfach zahlen“, ohne Nebenfolgen zu prüfen.

3) Fahrverbot droht – was Sie sofort klären sollten

Sofortmaßnahmen

  • Kurz notieren, warum das für Sie kritisch ist (Beruf, Pendeln, Pflege, Schichtdienst).
  • Alle Schreiben/Bescheide sammeln (inkl. Zustellungsdatum).
  • Keine Schnellentscheidungen treffen, bevor klar ist, welche Optionen realistisch sind.

Typischer Fehler: „Das kriege ich irgendwie hin“ – und erst handeln, wenn es zu spät ist.

4) Punkte (Fahreignungsregister) – nicht unterschätzen

Sofortmaßnahmen

  • Festhalten: Was ist der Vorwurf und welche Folgen stehen im Bescheid?
  • Wenn bereits Punkte vorhanden sind: grob notieren, ob und was es in der Vergangenheit gab (soweit bekannt).
  • Unterlagen gesammelt bereithalten, damit eine Einschätzung zügig möglich ist.

Typischer Fehler: nur auf die Geldbuße schauen und die langfristigen Folgen übersehen.

5) Messung / Blitzerfoto – was Sie nicht tun sollten

Sofortmaßnahmen

  • Foto/Unterlagen sichern, aber nicht „im Internet diskutieren“ oder Dinge nachträglich zurechtlegen.
  • Keine eigenen „Rekonstruktionen“ zusammenbauen – lieber sauber dokumentieren, was vorliegt.
  • Wenn Sie uns beauftragen: alles in Originalform bereitstellen (Scan/Fotos).

Typischer Fehler: sich festlegen („ich war’s definitiv nicht“) ohne Unterlagenlage zu kennen.

Was wir für eine schnelle Ersteinschätzung benötigen

Soweit vorhanden, reicht meist:

  • Anhörung oder Bußgeldbescheid inkl. Zustellungsdatum
  • Foto (falls vorhanden)
  • Angaben zur Messstelle/Vorwurf (steht im Bescheid)
  • 2–4 Sätze: Was ist passiert, was ist Ihr Ziel (z. B. Fahrverbot vermeiden, Punkte begrenzen)?
  • Hinweis, wenn berufliche Gründe besonders wichtig sind

So geht es weiter (typischer Ablauf)

  • Eilt es? Frist klären und nächste Schritte festlegen.
  • Unterlagen sichten und die Optionen realistisch bewerten.
  • Vorgehen umsetzen (je nach Lage: Einigung, Verfahren, weitere Schritte).

Kontakt

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